Physiotherapie - Hausbesuche - München

Triggerpunktbehandlung:

 

Triggerpunktbehandlungen beinhalten eine lokale Druckausübung auf einen verspannten Muskelbereich, bis dieser sich lockert. Wohlgemerkt ist die Druckausübung lokal, die Muskelverspannung selbst aber oft keineswegs.

 

Sinn macht eine Triggerpunktbehandlung daher, um verschiedenen Beeinträchtigungen, die durch Verspannungen entstehen, entgegenzuwirken:

  • verspannte Muskulatur kann nicht die volle Kontraktionsfähigkeit, also Kraft entwickeln
  • verspannte Muskulatur verkürzt sich, wodurch Zug auf den verbundenen Gelenkanteil ausgeübt wird:
    • Bei gelenkübergreifenden Muskeln kann dadurch der Gelenkspalt komprimiert und die Ernährung des Knorpels mit Synovialflüssigkeit behindert werden. Spätfolgen sind damit vorprogrammiert, obwohl sie frühzeitig abgewendet werden können.
    • Im Rahmen einer Gegenspannung (konsensuellen Reaktion) muss der gegenüberliegende Muskel diesem Zug durch gleichwertige Spannung entgegen wirken, wodurch auch dort absehbar Verspannungen auftreten können.

Auch ist der Grad der Verspannung ist auschlaggebend, ob mit zusätzlichen Übungen geholfen werden kann oder besser eine punktuelle Druckausübung anzuwenden ist:

  • Man sollte daher wissen, dass nicht unbedingt traumatische Einwirkungen erfolgen müssen, um Verspannungen auszulösen. Selbst Bewegungsarmut reicht, um Myogelosen entstehen zu lassen, die mit bindegewebigen Umbauprozessen einher gehen und derart verhärten können, bis sie sich nicht oder kaum noch durch Sport lockern lassen.
    • Daher ist Vorsicht geboten, in welchem körperlichen Zustand man sich Übungen widmet oder ob nicht doch zuvor eine zu starke Verspannung mit Druck gelöst werden sollte.
  • Ebenso zu beachten ist, dass Verspannung die nur langsam fortschreiten, wie die auf Bewegungsarmut beruhenden, nicht zwangsläufig als schmerzhaft wahrgenommen werden (solange kein Druck darauf ausgeübt wird).
    • Genau an dieser Stelle besteht das Problem bei einseitiger Händigkeit: Oft reagiert die aktivere Körperseite (bei Rechtshändern rechts) mit einer schmerzhaften Gegenspannung (konsensuellen Reaktion) auf die eigentlich ursächliche langsam und schmerzfrei entstandene Verspannung der untätigeren Gegenseite. Beispielhaft ist hier der M. Trapezius zu nennen. Gesucht und behandelt wird hier oft an der falschen Stelle.

Ich weise darauf hin, dass derartige Informationen kaum in Fachbüchern zu finden sind. Es sind lediglich die Erfahrungen, die ich nach Jahren der Übung beim Abtasten (Palpieren) und nach hunderten Patienten gemacht habe.

 

 

Triggerpunktbehandlungen sind also ein komplexes Thema, zu dem noch viel zu sagen wäre und viele gefährliche Falschmeldungen verbreitet werden.

 

Ein unbedingter Warnhinweis zur aktuell populären Eigenbehandlung von Verspannungen und Triggerpunkten mit Massagepistolen:

Bitte überlassen Sie die Anwendung von derartigen Hilfsmitteln geschulten Berufsgruppen.

Die auf den Packungsbeilagen dargestellten Selbstanwendungsvorschläge sind definitiv gefährlich. 

Nur ein Beispiel (von vielen weiteren):

Nutzen Sie NIEMALS ein solches Gerät im Bereich der seitlichen Halsmuskulatur. Die Gefahr der Schädigung der dortigen Halsvenen und -Arterien oder des dortigen Nervengeflechts (Plexus brachialis) ist zu hoch!!!

 

 

 

 

 

Ob eine Triggerpunktbehandlung bei Ihrem Hausbesuch relevant ist, hängt vom Einzelfall ab.

Gemeinsam beurteilen wir die Notwendigkeit dazu vor Ort anhand Ihrer Situation, ggf. des Rezepts und Ihrer Wünsche.

Suchen Sie einen guten Physiotherapeuten der Ihnen weiter hilft oder haben Sie weitere Fragen?

 

 

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